SOkeL: wie Lerner im Lernprozess unterstützt werden können…

Mit Corona ging ein Ruck durch meine Schule. Hatten wir 2019 mit der Verabschiedung eines Medienkonzepts doch gerade einen ersten wichtigen Schritt auf unseren Weg zu einer modernen Schule im digitalen Zeitalter gemacht und plötzlich musste alles schnell gehen, für uns Lehrer*innen aber vor allem für unsere Schüler*innen. Daher habe ich 4 kurze Videos produziert, die den Schüler*innen kurz und knapp die wichtigsten Elemente von Selbstorganisiertem Lernen näher bringen.

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Medienscouts in der beruflichen Schule

Seit 2019 schlummert in mir die Idee, unsere Schüler*innen mehr in die Medienarbeit zu integrieren. Zum Einen, weil ich davon überzeugt bin, dass peer-to-peer teaching überhaupt und besonders bei Themen, die unsere Schüler*innen vor allem etwas angehen, einer der effektivsten Methoden ist, wie Wissen vermittelt und konstruiert werden kann. Darüber hinaus sind wir ein Oberstufenzentrum für Sozialwesen, bilden Sozialassistentin, Erzieher*innen aus, eben jene, welche Medienbildung in ihrem späteren Beruf weitergeben, ausführen und weiterentwickeln müssen. Deswegen bin ich sehr glücklich, dass mein Kollege und ich ab Sommer 2020 mit 2 Ermäßigungsstunden gezeigt bekommen, dass diese Idee wirklich sinnvoll ist. Anbei ein Impulsvideo für das Barcamp “digitalität20” vom 20.6.2020 https://digitalitaet20.de/

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Flipped Classroom 2020

Am 20.6.2020 fand zum ersten Mal das Barcamp https://digitalitaet20.de/ in digitaler Form statt. Über 1500 Teilnehmer*innen diskutierten über neue Wege, die Schule in Zeiten von Digitalität und Corona gehen muss. Ich habe dazu 2 Impulse in Videoform eingereicht. Einer handelte von meiner Vorstellung des Konzepts Flipped Classroom im Fremdsprachenunterricht und zeigt, wie sich auch meine Vorstellung des Konzepts seit dem ersten Einsatz 2014 in meinem Spanischunterricht weiterentwickelt hat.

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Mit dem Englischunterricht in die Lernwerkstatt

In diesem Schuljahr unterrichte ich zum ersten Mal Englisch in einer Klasse “Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistenz”. Die Schüler*innen kommen mit sehr unterschiedlichen Fertigkeiten und Lernfähigkeiten zu uns. Englisch findet 3h die Woche statt und dreht sich um die Themen aus der Lernfeldausbildung und ist auf den späteren Einsatz in Kitas und Grundschulen fokussiert. 

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Personalisiertes Lernen im FSU

Wie in jedem Schuljahr habe ich in meinen Klassen in der 2. Stunde einen Einstiegstest schreiben lassen, um das Niveau der SuS einschätzen zu können. Die SuS bekamen die Test immer zurück mit Empfehlungen, was sie noch wiederholen könnten. Das war mir nicht genug.

Dieses Jahr gab es einen Link zu einem Einstiegstest von Klett. Gibt aber zahlreiche andere online. Das Ergebnis wurde mir per E-Mail zugesendet. Bei der Auswertung gab es dann einen Feedback-Bogen mit den Themen, die es zu wiederholen gilt. In einer Spalte können sie nun eintragen, welche Übung sie dazu gemacht haben und wann. Dies ist Teil der Gespräche um die mündliche Note und die persönliche Entwicklung. Bisher wurde es positiv aufgenommen und die Schüler haben die personalisierte Rückmeldung sehr geschätzt.

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Sprachlernspiele für FSU

Was Kindern Spaß macht, kann Lernern einer Fremdsprache ebenso zugänglich sein. Viele solcher Spiele bieten sich an, um Wortschatz zu erarbeiten und/oder zu üben und zu vertiefen. Oftmals gibt es diese Spiele für kleines Geld auf Kinderflohmärkten oder man hat sie selber im Regal der Kinder stehen.

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Sprechkompetenz fördern mit Wimmelbüchern

Bei meinem 2,5jährigen Sohn sind Wimmelbücher gerade ganz hoch im Kurs und der Mund steht nicht still.

Warum sollte das bei Lernern einer Fremdsprache anders sein? Wimmelbücher sind attraktiv und liebevoll illustriert und beinhalten oft kleine Geschichten aus dem Alltag. Dies lässt sich optimal für den Anfänger- aber auch Fortgeschrittenenunterricht nutzen.

So können sich Lerner in die Rolle eines Reporters begeben und schildern “?qué está pasando?” Oder “?Qué ha pasado?” zum Üben der Zeiten.

Stefan Seidel, Das große Auto-Wimmelbuch

Darüber hinaus kann es eingesetzt werden zur

-Personenbeschreibung

– Beschreibung eines Ortes

– Kreation einer Lebensgeschichte um eine Person

– Beschreibung einer abgebildeten Situation in der Vergangenheit

– Textformen ergänzen: Dialog zwischen zwei Personen erstellen

Zur Wortschatzarbeit können Kärtchen (entweder vorbereitet oder durch Schülerhand erstellt) mit Verben den Situationen oder Personen zugeordnet werden.

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Der (in)geflippte Spanischunterricht

Oft wurde ich schon in meinen Fortbildungen gefragt, ob das Konzept des Flipped Classroom auch in den Unterricht gebracht werden kann. Das kann es, ich habe mich bisher aber nicht eingehend damit beschäftigt, da mir nie richtig klar war, wie das ggf. aussehen kann. Bis ich diese Woche auf einen Artikel von Martha Ramirez (https://flippedlearning.org/syndicated/whats-class-flip/) gestoßen bin, der mich inspiriert hat, eine mögliche In-Flip Stunde zu konzipieren (bisher allerdings nur theoretisch und noch nicht erprobt).

Aber zuvor eine kurze Erläuterung, was genau ein In-Flip Classroom sein kann. Laut Barnes&Gonzalez, 2015) ist das:

“In-Flip class: Consists of bringing together the flip into the classroom by doing the home part of the flip through station work.”

Dabei unterscheidet sie zwischen “Mixed sequence” und “simple sequence” type. Beide Typen haben mehrere Stationen: Station A beinhaltet die “flipped instruction”, Station B: “exercises” und Station C: “stand-alone”.  Beim ersteren wählen die SuS von Anfang ihre Stationen. Kennen Sie den neuen Inhalt ggf. bereits schon, gehen sie direkt zu einer Übungsstation oder bearbeiten die produktionsorientierte Aufgabe. Beim “simple sequence” type durchlaufen alle Lerner alle Stationen in der gegeben Reihenfolge.

Ich finde die Idee für den Spanischunterricht sehr spannend und habe eine “mixed-sequence” in-flip class für 60 min ausgerichtet mal versucht zu konzipieren.

Die erste Station beinhaltet den neuen Lerninhalt, die Zeitform “presente continuo”.  Parallel erhalten die Lerner ein Arbeitsblatt welches sie beim Ansehen ausfüllen und anschließend miteinander oder mit dem Lösungsblatt vergleichen. Ich habe seit kurzem begonnen, am Anfang meiner Lehrvideos aufzuzeigen, welches Vorwissen die Lerner benötigen, um sich den neuen Inhalt zu erarbeiten. In diesem Fall wäre das die Bildung der Verbgruppen auf ar, er, ir und die Konjugation des Verbes “estar”. Darüber hinaus wäre es hilfreich, wenn die Lerner aus dem Englischunterricht die Bildung und den Gebrauch des present progressive wüssten. Diese Elemente bilden Station 2, 3 und 4, die sich die Lerner selbstständig mithilfe von Lehrvideos oder der Grammatik erarbeiten bzw. wiederholen können. Stationen 5 und 6 sind als Übung konzipiert und Stationen 7 und 8 bilden zum Abschluss zwei mögliche produktionsorientierte Aufgaben, die wiederum differenziert gestaltet sind bzgl. Schwierigkeitsgrad und Sozialform.

(in)geflippte Spanischunterricht_el gerundio Abb.1 (Eigene Darstellung): In-Flip Spanish Classroom: el presente continuo

Bzgl. der medialen Ausstattung bräuchte man für Station 1 und 2 idealerweise einzelne Laptops/Tablets. Zur Not möglicherweise auch 2-3 Rechner, so dass jeweils 2 Lerner in Tandem das Lehrvideo ansehen. Für Station 8 bräuchten die Lerner Smartphones mit integrierter Video/Audiofunktion sowie eine Möglichkeit der Übertragung ihrer Produkte (USB-Kabel, Email). Für Station 7 bräuchten die Lerner ebenfalls ein Smartphone und eine Messenger-Dienst, der im schulischen Rahmen erlaubt ist. Darüber hinaus muss für die Bewertung die Datei ebenfalls an die Lehrkraft versendet werden können, so dass besser eine App wie VoiceRecord verwendet wird, mit der die Lerner ihre Nachricht aufnehmen und per Email versenden können, ebenso an den Nachbarn, um auf seine/ihre Nachricht zu antworten.

Es scheint mir nicht ganz ohne Aufwand zu sein, aber interessant genug um es im neuen Schuljahr auszuprobieren.

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Encuentro Hispánico 2019: impresiones

Dieses Jahr durfte ich bei den Encuentro Hispánicos einen Vortrag zum Thema “Smartphones im Spanischunterricht” halten. Es war sehr spannend mit vielen interessanten Anmerkungen und vor allem zwei Ergänzungen, die ich direkt aufgreifen werde. Eine Kollegin empfahl mir, mich nochmal mit Quizzlet auseinanderzusetzen. Hatte die App schon mal ausprobiert und dann wieder aus den Augen verloren. Und mir wurde die App Toontastic empfohlen, mit der man in dem Bereich Digital Storytelling arbeiten kann. Vielen Dank noch einmal dafür!

Ich selber habe es vorher leider nur zu einem Workshop zu Cristina Trujillo geschafft, die über den Einsatz von Wikis referierte. Auch da muss ich gestehen, dass ich das immer mal ausprobieren wollte, aber bisher nie geschafft habe. Wird sich nach dem Vortrag aber ändern, da wir viele Beispiele und Ideen mit an die Hand bekommen haben.

Alles in allem also ein ein sehr schöner Tag an dem viel in entspannter Atmosphäre gelernt wurde 🙂

Weblog_SmartphonesSpanischU_DiaHisp_Berlin19

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Lehrvideo “el presente continuo” nach AVIVA Ansatz

Die AVIVA-Methode nach Christoph Städele (https://edudoc.ch/record/87665/files/0610_staedeli_d.pdf)  greift auf das Vorwissen der Schüler zurück bevor sie sich neuen Lernstoff aneignen. Ich finde diesen Ansatz sehr spannend und habe versucht, die Idee in folgenden Lehrvideo zum Thema “El presente continuo” einzubauen. Dabei zeige ich den Lernern am Anfang des Videos auf, was sie wissen sollten, um sich das neue Grammatikphänomen zu erarbeiten. Idee ist, dass sie dadurch eigenständig ggf. das Vorwissen nochmals wiederholen, z.B. mithilfe eines weiteren Videos oder ihrer Grammatik. Perspektivisch könnte ich hier direkt eine Verlinkung zu einem anderen Video einpflegen, aber ein Schritt nach dem anderen 🙂

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